… is mein Leben scheiße … die ganze Woche nehm ich mir schon vor, dass ich am Wochenende die Stadt unsicher mach, aber dann kommt am Samstag bei Aufwachen (14 Uhr) wieder diese Wurschtigkeit … und die Gedanken an Montag: In unserer Englisch-Gruppe muss nämlich jeder eine ganze Fallstudien-Präsentation vorbereiten, obwohl jeder nur einen Teil davon präsentieren muss … aber es weiß eben keiner, was.

Dann hätt ma am Montag noch einen Test in Analyse Financiere, das is so eine Mischung zwischen Bilanzierung und KORE. Viele würden das jetzt schon als Albtraum bezeichnen, aber eigentlich is es ziemlich einfach, eigentlich nur Grundlagen und die Erasmuse bekommen einen Teil vom Stoff nicht zum Test. Problem: Das is alles auf Französisch. D.h. ich könnte eigentlich ohne zu lernen auf die Prüfung die Bestnote schreiben, wenn die Sprachbarriere nicht wäre.

PS: Ich hasse meine Dusche … jetzt ist der Abfluss vollkommen dicht, und selbst wenn ich es zustande bringe und mich auf französisch drüber aufregen gehe, wird wahrscheinlich nix dagegen unternommen.

Ja, da der Auinger auf seinem Blog auch über unser Indiana-Jones-(Quasi)Triple-Feature berichtet, werd ich euch auch noch ein bisschen in meine kulturellen Aktivitäten einweihen.

Wie ebenfalls beim Auinger zu lesen, hat er mich ja in London mit ins “Phantom der Oper” geschleppt und mich zum Süchtler gemacht. Ein paar Tage später kommt er dann mit einer mp3 daher, “Die unstillbare Gier”. Ja, is ganz geil, was isn das? Ja, das is aus Tanz der Vampire.

Michi is schon länger ziemlich fasziniert von Vampiren und dismantled das Internet auf der Suche nach Audio- und Videomaterialien. Also, zuerst werd ma in der Broadway-Version fündig, die sich zum Original ungefähr so verhält wie Austin Powers zu James Bond – hauptsächlich wegen der Tatsache, dass Roman Polanski, von dem der Film stammt, auf dem das Musical beruht (die DVD hab ich auch schon, die Story wurde wirklich ziemlich genau so wie sie is ins Musical übernommen) nicht in die USA einreisen kann, weil er riskiert, verhaftet zu werden (Wikipedia) und daher nicht Regie führen konnte, wie er es bei den europäischen Produktionen getan hat. OK, is die englische Version is zum Brüllen witzig, aber will trotzdem das Original haben.

Dann endlich, bekomme ich die Gesamtaufnahme (Originale Wiener Besetzung) in die Finger, auf YouTube gibts tonnenweise Videos. Voila, neue Sucht geboren. Coole Story (Nörgler finden zwar immer wieder was zu kritisieren, aber mein Gott: es is nur ein Musical, zeigt mir einen Plot von einem Film/Musical/Buch der 100% fehlerfrei und logisch is), böse/romantische Texte, Liebe, Mord, Tragik, und nicht zuletzt immer noch eine gehörige Portion Humor (Badeschwämme als Macht-/Phallussymbole, ein schwuler Vampir, ein jüdischer Vampir –> gegen den ist ein Kruzifix wirkungslos).

Die Highlights der Show:

Die unstillbare Gier

Totale Finsternis

 Der Tanz der Vampire

Tanzsaal 

Ja, hier bin ich jetzt, es is 8 Uhr (mitten in der Nacht). War heut schon auf dem Flughafen Orly, hab dort gefrühstück, 2 Zigaretten geraucht und für eine Stunde parken 2,90 bezahlt.

Also, um zwanzig nach fünf auf der Peripherique (Anm.: Autobahn, die Paris umschließt) is ganz angenehm, 20 Minuten von Courbevoie (wo wir wohnen, gleich neben La Defense) nach Orly.

Die Parkgarage auf dem Flughafen is ein Wahnsinn … alles hell und sauber, Kunststoffboden, Musik-Berieselung, unterbrochen von Durchsagen, die eine darüber informieren, dass man sich gerade auf dem Flughafen Orly befindet, auf dem Parkdeck “niveau -2″, wie man zu bezahlen und dass man kein Gepäck unbeaufsichtigt herumstehen lassen soll.

Lieb is auch, dass die Parkdecks Beinamen haben:

dsc00233.jpg

(soleil = Sonne, ciel = Himmel, terre = Erde)

Naja, nachdem ich dann dem Philip noch seinen Zimmerschlüssel abgeluchst hab, damit ich bei ihm duschen kann (mein Abfluss ist verstopft), hab ich mich auf den Heimweg gemacht. Leute, vergessts die Tangente, Peripherique is das ultimative Nadelöhr – v.a. an einem Tag, wenn die Öffis streiken. Muss ma mal zsammbringen, vierspurig in zwei Richtungen (7 a.m.!!!) kilometerlang Schritttempo fahren.

Aber wenn i die Wahl hab zwischen Metro und Auto, nehm ich ohne mit der Wimper zu zucken, das Auto. Weil obwohl so viele aufs Auto ausweichen, Metro is immer noch überlastet, weil wenn die Frenchies streiken, dann steht net wirklich alles, es wird nur alles extremst eingeschränkt (d.h. wenn sonst alle 2 Minuten eine Metro kommt, kommt am Streiktag nur 2x pro halbe Stunde eine) . Dementsprechend sind des dann Sardinenbüchsen auf Rädern, ein Paradies für Taschendiebe.

Ha … jetzt hat der Auinger Internet, jetzt gehts bei mir wieder nimmer … net dass i des aus irgenwelchen schulischen Gründen brauchen würd … aber irgendwas muss den Fernseher ja ersetzen.

Ja, die ganze Wochn “LAN-Verbindung verfügt über kein oder eingeschränkte Konektivität”, dann hab i gestern nachdem ma unser Indy-Festival abgeschlossen haben noch a paar Videos angschaut und Musik ghört und hab dann um halb 1 beschlossen, dass es Zeit wär zum Schlafengehen. Man bedenke, i bin ja so ein guter Mensch und spiel für den Auinger Taxi um 5 a.m. Richtung Aéroport Orly. Natürlich komm i nach dem Kultivieren aus dem Bad um den Laptop abzuschalten und natülich geht des Hurns-Internet … Versuchung pur … dass wars halt wieder dreiviertel 3, aber anderthalb Stunden Schlaf reichen mir doch vollkommen.

Also, soviel man den Franzosen Arroganz unterstellt – wenn man sie mal besser kennt sind sie eigentlich ganz nette Kerle :)

Die Englisch-Präsentation heut is ganz gut gelaufen, und Marc, mein Partner, hat mir grad extra noch eine E-Mail geschrieben, um mir zu sagen, wie toll unsere Präsentation doch war und dass ich gute Arbeit geleistet hab (naja, wir haben uns ja auch 4 Nachmittage vorbereitet). Ich bin ja selber stolz auf mich, dass ich nach nur 2 Stunden Schlaf so gut drauf war (und zuerst noch das bescheuerte Marketing Quiz schreiben hab müssen).

Es is ein Wahnsinn, wieviel Zeit manche Leute haben … ok, Blogs schreiben und Internet surfen sind a Sachen für sich – aber sich stundenlang (wer weiß, vielleicht sogar wochenlang) Filme anzuschauen nur um draufzukommen, wo die Filmemacher gepatzt haben … irgendwie krank. Ok, einige Fehler kann man ja nicht übersehen, aber was manchen Leuten da auffällt …

http://www.moviemistakes.com

Und wer zu faul zum Lesen is:

http://www.moviemistakes.com/videos.php

Aber eigentlich is des eh net so schlecht, weil manche Leute haben zwar net sooooo viel Zeit, aber immer noch genug, sich den Scheiß dann durchzulesen oder anzuschauen (–> Michi :) )

Das Wochenende war mal wieder ereignislos … man kann ja net großartig was unternehmen wenn ma am Montag Marketing Test und Englisch Präsentation hat … nur um das Gewissen zu beruhigen, weil glernt hab i ja trotzdem nix … schlafen bis z’mittag und Internetsurfen … und mal ganz gscheit beim Google “Linkshänder”/”left-handed” eingeben. (Nur für die Leut die es no immer net wissen: Ich bin eine davon.) Ganz schön viel Scheiße drüber im Netz zu finden.

Obwohl, wenn DU ein Lefty bist, bist du in guter Gesellschaft (um nur einige Namen zu nennen):

Paul McCartney, David Bowie, Paul Simon, Bruce Willis, Julia Roberts, Angelina Jolie, Nicole Kidman, Tom Cruise, Robert DeNiro, Robert Redford, Bill Clinton, George Bush, Napoleon Bonaparte, Leonardo DaVinci, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Marie Curie, Albert Einstein

Nicht schlecht, oder? Aber das beste kommt erst noch (Achtung: Satire! :) ):

http://www.bilkinfo.de/satire/linkshaender.html

Und wenn ihr euch jetzt fragt, was das alles soll:

80_z2.jpg

*lol*

PS: Ein paar Namen aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis (alles Lefties), die ihr euch noch merken solltet – könnte sein, dass die euch in ein paar Jährchen mal irgendwo unterkommen:
Michaela Pratter, Marlene Pratter, Sandra Pompenig, Sabine Knappitsch, Peter Wankmiller, Thomas Berhart (ja, mein Cousin heißt wirklich so), Jasmin Bullner, Anna Bil, Mathias Peschke, Marc Joveau, Julia Neubecker

Also, um das Bild das der Philip mit seinem Bericht gemalt hat, etwas zu berichtigen/vervollständigen/verschönern, werd i amol wieder auf meinem Blog aktiv. Folgendes hat sich am letzten Samstag, dem 4. 11. 2006 (ja, der Tag des beinahe-Black-Out in Westeuropa) des abends und spätnachts zugetragen:

Angfangen hats ja ganz harmlos: Muscheln essen, Wein trinken, voll die Multi-Kulti Gruppe … 5 Franzosen, 3 Schweizer und 2 Österreicher, 2 Amerikaner, später sind no zwei Holländer dazugestoßen.

Aus dem Lokal geworfen werden (laut den Franzosen gibts das normal nicht – wir haben dann angenommen dass wir denen zu laut waren). Problem: Wohin? Zu viele Leute, des einzige wo ma reinpasst haben (naja, eigentlich samma eh draußen gsessen – ja, wir wissen, dass es November is) war uns zu teuer.

OK, gemma “chez l’arabe”, zum Araber billigen Alkohol kaufen … hat sich dann rausgstellt, der hat so an Mini-Laden, der a am Samstag um 11 Uhr abends offen hat. Ja, wir haben uns dann dort a paar Flaschen (0,65 Liter) Bier gekauft, Zigaretten um 6,50 und was zum Knabbern.

Dann die große Frage: Wo trink ma? Weil in Frankreich ist es angeblich nicht erlaubt, auf der Straße Alkohol zu trinken. Ja, wir suchen uns einen Park – ja, wir wissen, dass November is. Dann kommt irgendwer auf die Idee, na scheiße, Parks sind in der Nacht zugesperrt. Ja, aber auf dem Platz vor Notre Dame, da kann man sitzen. Bei Gelegenheit zeig i euch des amol auf dem Stadtplan, wie weit wir da ghatscht sind.

Auf dem Weg dorthin hamma dann schon a paar Leute verloren – 2 Schweizer, die sich eingebildet haben, sie müssen gegen eine Kirche pissen (1. Sakrileg dieser Nacht). Die nächste Erwähnung wären dann die Holländer wert, die auf Deutsch zu singen anfingen.

Das eigentliche Besäufnis auf dem Vorplatz der Kathedrale (Sakrileg Nr. 2) brauch i glaub i net näher erläutern. Dann auf einmal samma draufkommen, dass es eigentlich ziemlich kalt is, und meine Wenigkeit hat so dringend aufs Klo müssen, das i fast platzt wär. Ja, mach ma uns auf die Suche nach am Klo. A freundlicher Türsteher hat uns dann in aner Bar gehen lassen.

Dann hamma wieder des Problem ghabt, dass ma mit unsere 3 Liter Bier in kan Club oder kan Bar einekummen. Ja, sauf mas schnell aus und frieren no a bissl weiter. Dann samma endlich in so ein Pub/Club/Bar gegangen, da wars dann schon wieder fast zu warm.

Übrigens: I hab heut ghört, dass es in Teilen von Paris an Stromausfall geben hat … wir haben davon gottseidank nix mitkriegt, waren anscheinend grad im richtigen Stadtvietel … najo, wer was ob ma des überhaupt checkt hätten …

Sakrileg!!!

Sakrileg!

disko.jpg

Marie (FRA), Philip und Michi (AUT) und Daniel (NED)

disko2.jpg

Marie, Philip und Camille

wayhome.jpg

Daniel, Herma und Philip auf unserem Weg nach Hause

Hello! Bonjour! Bongiorno! Buenos Dias! Dobry Den!

Zögert nicht, meine Schäfchen, unsere Zeit ist begrentzt!

Lasst uns das Internet so lange zuspammen, bis der Tod uns scheidet!

Ajo, und vergessts net: VIVE LA FRANCE!

Viel Spaß beim Lesen und Kommentieren, bin schon neugierig, was sich da alles ansammeln wird.

« Vorherige Seite

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.