November 2006


Ja! Endlich wieder mal den inneren Schweinehund besiegt und nicht den ganzen Tag im Bett verbracht :)

Zuerst wollt ich ja nur Souris City (aka Flushed Away aka Flutsch und weg) anschauen, aber die englische Version hats erst am Abend im Kino gespielt … OK, wie vertreiben wir den Tag? Faullenzen … dann um 6 Uhr kurz nochmal auf die Kino-Homepage gesurft und alle Filme durchgeschaut wo hinten VO (Version Original) dabeisteht. Aha, “Le Prestige” … wasn das? Ah, Hugh Jackman spielt mit … schau ma mal um was es da geht … und wenn das Wort “Mord” in einer Filmbeschreibung fällt, bin ich schon dabei. Ja, die Zeit vergeht dadurch … und außerdem seh ich ihn vor euch allen, weil der in Ö erst im Jänner startet :)

Oh Gott, fängt ja schon wieder gut an … Rückblende in Rückblende und wieder zurück an den Anfang der eigentlich das Ende ist. Aber der Überblick wird etwas vereinfacht dadurch, dass sich die beiden Protagonisten im Verlauf des Films verändern … der eine verliert ein paar Finger, der andere behält von einem “Unfall” ein steifes Bein und humpelt. Besonders hervorzuheben an dem Film ist, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse extrem verschwimmen. Die Illusionen begrenzen sich nicht auf die Bühnen der beiden Magier, der Film wird dominiert von falschen Fährten und Dingen, die anders sind als sie scheinen. Sogar ich war am Ende noch genügend überrascht, und bei mir heißt das wirklich was. Aber wenn man gegen Ende des Films wirklich alle 5 Minuten einen andere Plot-Wende verdauen muss, kann man ja leicht ein paar Dinge übersehen :)

Ich würd mal sagen, einer der besten Filme des Jahres. Auch für optische Augenweiden ist gesorgt, für die Mädels Hugh Jackman und Christian Bale, für die Jungs die hübsche Scarlett Johansson. Großartig David Bowie als Erfinder Nikolas Tesla (obwohl ich diesen Akzent nie als serbisch erkannt hätte) und Michael Caine als Ingenieur aka der Mann, der hinter den “Zauber”-Tricks steckt (obwohl ich am Schluss nicht ganz kapiert hab, auf wessen Seite er genau stand, oder ob überhaupt).

Also, unbedingt anschauen, und aufpassen, lasst euch nix vormachen und “schaut genau hin”!

PS: Der Mäusefilm war auch ganz OK :) – auf jeden Fall leichtere Kost als “Prestige”.

Ich weiß nicht, ob ich das hier schon einmal erwähnt habe, aber unser Französisch-Unterricht is immer ziemlich lustig … weil wir dort alles lernen außer gscheit Französisch.

Da lernen die Amerikaner und Holländer wie man auf Deutsch flucht, die Finnen bringen allen bei, wie man bei ihnen “Ich liebe dich” sagt, und prinzipiell lernt man alles mögliche in allen Sprachen. Naja, und zwischendurch werden wir dann aber doch ab und zu genötigt unsere dürftigen Französisch-Kenntnisse unter Beweis zu stellen.

Heut war es mal wieder interessant: Abkürzungen. Ihr glaubt, dass die Amerikaner auf Kürzel stehen … vergesst es, die Franzosen schlagen alle, vor allem, weil sie sich nicht an international übliche Vorgehensweisen halten.

Die Faustregel ist: Schreibs von hinten nach vorne, es is richtiger als das, was du gewohnt bist. Da wir aus dem IQ der QI (Quotient intellectuel), aus der NATO “l’OTAN” (Organisation du Traité de l’Atlantique Nord), die EU wäre prinzipiell UE (Union Européenne), aber das “ü-ö” is “so schwer auszusprechen”, deswegen bleiben die Frenchies bei der Bezeichnung die der Rest Europas seit Jahren nicht mehr verwendet: CEE (Communauté Economique Européenne). Aus der PLO wird kurzerhand OLP und AIDS mutiert zu SIDA.

Aber an einiges haben sie sich dann doch nicht rangetraut: IRA, ETA, USA, CIA, NASA, CV, HIV, UNESCO und GATT versteht man auch in Frankreich (aber nur als Abkürzung und “fronsösisch” ausgesprochen).

Das beste kam dann aber noch zum Schluss: In Paris heißen die Vorstadtzüge RER (Réseau Express Régional). Zuerst wollte man sie Métro Express Régional Défense Étoile nennen (die Linie A, die erste, führt vom Place Etoile aka Place Charles De Gaulle aka der Platz auf dem der Triumphbogen steht zum Geschäftsviertel La Défense – aktuell aber in beide Richtungen schon ein gewaltiges Stück weiter).  Naja, so tief ist der französische Humor nicht, dass sie sagen würden: “Ich fahr mal schnell mit der Scheiße (MERDE) in die Stadt / nach Hause / *wohinauchimmer*”

Na, dass es sowas gibt … entwickeln noch die Franzosen ein Umweltbewusstsein (guckst du auf http://orf.at/061123-6316/index.html) … wird ja Zeit.
Aber wie sie die Leute dazu bringen wollen, dieses grauenhafte Leitungswasser hier zu trinken, is mir schleierhaft …

Na, dass es sowas gibt … entwickeln noch die Franzosen ein Umweltbewusstsein (guckst du auf orf.at) … wird ja Zeit.
Aber wie sie die Leute dazu bringen wollen, dieses grauenhafte Leitungswasser hier zu trinken, is mir schleierhaft …

Es hat doch nur für einen Film gereicht … aber der hat es in sich gehabt.

Casion Royale hat gehalten, was uns die Werbung versprochen hat. Ein untypischer Bond. Zuerst natürlich der BLONDE Hauptdarsteller, als nächstes der Titelsong, der (soweit ich weiß) zum ersten Mal nicht von einer Frau gesungen wurde und den Titel des Films nicht enthält, dann wurde (außer im Bereich Handy und Laptop) auf High-Tech-Schnick-Schnack verzichtet und der Film glänzt mit geistreichen Dialogen voller Wortwitz.

Natürlich hats wieder ein paar unlogische Sachen gegeben, es war ziemlich viel vorhersehbar und an manchen Stellen hat sichs etwas gezogen (keine Kunst, bei 145 Minuten), aber das Ende war dann ziemlich cool.

Sehr empfehlenswert, unbedingt anschauen – schon allein wegen Daniel Craigs Muskeln und Augen.

PS: In unserem Stammkino wurde der Film heute (1. Spieltag) 14 Mal gezeigt, und zumindest die drei Abendvorstellungen waren restlos ausverkauft – ich hab das Kino noch nie so voll gesehen, nicht mal am Wochenende.

Ich glaub ich geh heut ins Kino. Was? Naja, zuerst Casino Royale, dann Fast Food Nation, dann Black Dahlia und dann vielleicht noch Babel. Auf Souris City (keine Ahnung wie der auf Deutsch heißt – das ist der mit den Mäusen) und Ne Le Dis A Personne (nach Harlan Cobens Roman “Tell No One”/”Kein Sterbenswort”)  muss ich leider verzichten, da ich der französischen Sprache nicht ausreichend mächtig bin um essentielle Informationen aus den Dialogen zu extrahieren und daher schlicht und einfach nicht verstehen würde, worum es geht.

Wenn ich das geschickt anpacke, könnten sich wirklich alle 4 Filme morgen ausgehen … :D

Mich kurz von meiner Musical-Sucht losreißend (nachdem ich gestern abend schon auf einem Konzert von Seeed war) habe ich meine alte U2-Sucht etwas aufgewärmt (anlässlich der Veröffenlichung einer weiteren sogenannten Best Of – frag mich wer sowas braucht) und einfach mal bei www.youtube.com ins Suchfenster ein U und eine 2 eingegeben. Gut, lächerliche 200000+ Ergebnisse. Da wird man dann (unter anderem) schmerzhaft daran erinnert, dass die Band schon 30 Jahre in ihrer aktuellen Besetzung unterwegs ist.

Wer würde schon diese 4 Herren (böse Zungen würden fast schon Opas sagen – aber was sind denn dann die Stones? :) )

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mit diesen 4 “Boys” während ihrem ersten TV-Auftritt in Irland in Verbindung bringen?

Na sowas … “Auch Frankreich kein Land der Gastfreundschaft” (orf.at)

Komisch … irgenwie kommt mir das alles so bekannt vor :)

Letztendlich ist der Herbst in Paris doch angekommen … fallende Blätter, Herbststürme, Regenschauer. Und die ersten, unvermeindlichen Lichterketten erscheinen auch schon (naja, net ganz so arg wie London, wo des Zeug mindestens seit 20. Oktober hängt).

Heut wärs eigentlich ein bequemer Vormittag gewesen, wenn nicht das Filmschauen im Rahmen von Civilisation Francaise abgesagt worden wäre. Es steht ein Haufen Erasmuse herum und weiß nicht was mit dem angebrochenen Vormittag anzufangen. Zurück ins Bett? Na, zerst amol Frühstücken. Also mit Donuts und Kaffee eingedeckt und ins Foyer gesetzt, i, a Schweizer und zwei Deutsche, und über Gott und die Welt diskutiert.

Dann auf zur fnac (französische Mischung aus Libro und Media), Konzertkarten (SEEED!!!) für heute Abend kaufen. Der Ticketschalter is eigentlich net direkt im Gschäft, aber man kann da ja net vorbeigehen an den Quadrillionen Büchern, CDs und DVDs. Und natürlich springt mich gleich die neue “U2 18 Singles” (seit Freitag im Handel) special deluxe edition an und bettelt darum gekauft zu werden, kurz darauf von der dazugehörigen DVD verfolgt :)

Aso, und jetzt sollt ma vielleicht die Französisch-Hausübung amol zu einem Ende bringen, obwohl es noch eine ganze halbe Stunde is, bis die Stunde anfängt.

Nach dem faden Wochenende und dem drohenden Montag war ja schlimmes zu erwarten. Michi hats geschaft am Sonntag bis 14:35 zu schlafen und war dann natürlich Sonntag in der Nacht (naja, eigentlich in der Früh) bis 5 auf. Aber die Zeit war gut genutzt: Internet surfen, solange es ging, dann wieder bescheuert Aquanoid-artige Spiele spielen, in denen man eine Mutterhenne is die ihre Kücken befreien muss. Dazwischen ein wenig Bilanzierung auf französisch “lernen” (zu viel mehr als Durchlesen hats eh net greicht) und dann endlich um halb 4 mit der Englisch Fallstudie anfangen und husch-pfusch was zusammenzimmern.

Montag dann der Alptraum eines jeden Nachtschwärmers: Wecker um 7:30 – naja, steh ma mal auf, weil es wär nur wegen Marketing um 8. Auf dem Klo dann beschließen auf Marketing zu sch…. und wieder ins Bett, Wecker auf 9, weil 9:30 Englisch. Ja, das hat dann funktioniert, Englisch fad wie immer, die halbe Arbeit der Nacht für A und F. Aber anderthalb Stunden früher Schluss. Naja, dann gemma halt in den Marketing Kurs um 11, gottseidank bin i net um 8 gangen.

Dann Mittagessen in der Mensa – das Cordon Bleu war ein Witz, aber die Beilage war toll, Kartoffelwürfel, ca. so wie Pommes nur nicht in Stangerlform. Dann ab nach Hause und irgendwie noch Zeit totschlagen bis 16:30 (Bilanzierungstest).

Dann is “endlich” soweit, gemma durch strömenden Regen und reißenden Sturm (das schlimmste Wetter bis jetzt überhaupt) in die Schule, drehen den (für Erasmuse gabs eine einfachere Version) Test herunter, zu Kopfschütteln von unseren französischen Kollegen, die nicht verstehen wie wir so einen Kurs belegen können, den sie nicht mal in ihrer Muttersprache verstehen. Mir is bei dem Test gut gangen, war als erste fertig (naja, laaaang vor allen anderen, das 2. Beispiel wär sich auch noch ausgegangen, aber wir mussten ja nicht).

Dann wieder zurück ins Heim und chillen. Philip fragen, was er gedenkt, zu Abend zu speisen. Auf die Frage gibts nur eine Antwort: Pizza natürlich (wir haben da so eine Pizzeria, wo ma abends 2 Pizzen für den Preis von einer kriegt). Und was wär Pizza essen ohne DVD, hamma uns halt zum xten Mal Ocean’s Eleven angschaut (den die Michi bis jetzt immer noch nicht restlos verstanden hat :) )

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